Debby Pleisch 

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Hei zämä,

Es ist viel Zeit vergangen seit dem Befund (dissektomie arterie vertebralis) meiner Verletzung im letzten Oktober. Ich hatte somit lange Zeit mich mit meiner Zukunft auseinanderzusetzen. 

Ein Schutzengel stand an meiner Seite während den Trainingstagen im Oktober in Zermatt. Durch einen Sturz im Training wäre ich nicht in der Verfassung, wie ich heute bin. Die Ärzte in Sion haben mir ans Herzen gelegt, dass ich einen anderen Weg einschlagen muss und den Spitzensport an den Nagel hängen sollte.

Die erste Frage des Arztes in Sion war: „Wie oft sind sie auf den Kopf gefallen?”, meine Antwort war: „Hmm... vielleicht 5-10mal.“ Er hat mir geantwortet: „Sicher 10mal was ich in den Bildern im MRI gesehen habe, das ist nicht gut.“

Natürlich kann mir niemand verbieten weiterhin zu kämpfen und Wettkämpfe zu bestreiten, jedoch ist das Risiko einer Hirnblutung relativ hoch.
Ich habe mich mit den Ärzten unterhalten und kann nun wieder Sport betreiben im normalen Masse, habe jedoch immer noch mit Schwindel und Kopfschmerzen zu kämpfen.
Auf den Spitzensport werde ich zukünftig verzichten, da ich gelernt habe „Die Gesundheit geht vor.“

Natürlich kann ich Sport betreiben, solange kein Schwindel aufkommt. Aber das Risiko, dass ich hart auf den Kopf falle ist im Snowboardcross einfach zu gross.

Für mich war die Entscheidung überhaupt nicht leicht, denn ich liebe das Snowboardcross fahren und die Trainingseinheiten auf der ganzen Welt, wie auch in Magglingen.
Jedoch ist es in unserer Sportart nicht die Frage, wann man auf den Kopf fällt, eher wie oft es in der Saison der Fall ist. Ich kann nicht an den Start stehen und mich 100% auf den Lauf konzentrieren, in meinen Gedanken wird immer sein, was geschieht, wenn ich wieder hart auf den Kopf falle?

Durch mein Studium habe ich einen Weg welcher weiter läuft. Den Spitzensport möchte ich als Chance nehmen die Trainerausbildung zu absolvieren, um eines Tages wieder am Streckenrand zu stehen und jungen Athleten mein Können weitergeben.

Es war eine sehr tolle Zeit und ich würde nichts ändern. Ich möchte mich bei allen, welche mir auf meinem Weg geholfen haben bedanken!

Natürlich hoffe ich für SwissSnowboard, dass die Sportart Snowboardcross eines Tages wieder mehr Schweizerathleten hat und sie auch an der Weltspitze mitfahren können. Gutes Gelingen.

Merci eui allnä Küssendlich

 

Euri Debby

 

 

 

 

© Debby Pleisch, Debby Pleisch

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